Themen – Familie – Pflegende Angehörige

Erste nationale Plattform für pflegende und betreuende Angehörige

In Zukunft werden immer mehr ältere Menschen auf Betreuung und Pflege angewiesen sein. Viele von ihnen möchten möglichst lange zu Hause bleiben. Um das zu ermöglichen, bieten ihnen Angehörige oft ihre Hilfe an – zum Teil obwohl sie einer Erwerbstätigkeit nachgehen.

Die Website www.info-workcare.ch von Travail.Suisse stärkt die generationenübergreifende Hilfe innerhalb der Familien. Sie bietet kostenlose Informationen, Ratschläge, Tools und nützliche Adressen für alle erwerbstätigen pflegenden Angehörigen.

Haben Sie noch Fragen? Gerne können Sie uns hier kontaktieren.


Veranstaltung zum Tag der Angehörigenpflege

Am Montag, 30. Oktober 2017, findet in Zürich die Impulsveranstaltung “Berufstätig sein und Angehörige betreuen” statt. Im Fokus steht die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Betreuungsarbeit. Denn die Unterstützung von kranken, behinderten oder hochaltrigen Angehörigen ist eine Herausforderung – für den einzelnen Menschen, für die Gesellschaft und für die Wirtschaft.

Die Impulsveranstaltung soll die aktuelle Situation sichtbar machen, den Dialog zwischen Angestellten, Arbeitgebern und der öffentlichen Hand fördern, aber auch Erfolgsmodelle und Stolpersteine thematisieren.

» Mehr zur Veranstaltung vom 30. Oktober finden Sie hier


Betreuende Angehörige haben Bedürfnisse – nicht nur in Notfällen

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats (SGK-NR) wird im August erstmals den Gesetzesentwurf des Bundesrates über die betreuenden Angehörigen behandeln. Auf dem Tisch liegen vier Massnahmen zur Förderung der Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Betreuungsaufgaben für Angehörige. Obwohl diese Massnahmen nicht einmal ausreichen, um die wichtigsten Bedürfnisse zu decken, werden sie von einigen politischen Kreisen bereits bekämpft. mehr

Der Entwurf des Bundesrates behandelt nur Notfälle, er bietet keinen langfristigen Lösungsansatz für die Care-Arbeit. Dennoch sind die vier vorgeschlagenen Massnahmen ein wichtiger erster Schritt. Die kurzfristigen Abwesenheiten, bei denen die Regierung die Lohnfortzahlung auch für Personen ohne Unterhaltspflicht gesetzlich verankern will, der neue Langzeiturlaub von 14 Wochen für Eltern mit schwerkranken oder verunfallten Kindern oder eine Lockerung der Kriterien für die Gewährung von Betreuungsgutschriften: Diese drei Massnahmen müssen unterstützt werden. Travail.Suisse unterstützt auch die vierte Massnahme, die die Beibehaltung der Intensivpflegezuschläge (IPZ) und der Hilflosenentschädigung beim Spitalaufenthalt eines Kindes fordert.

Travail.Suisse hielt bereits in der Stellungnahme zur Vernehmlassung1 fest, dass die von der Regierung vorgeschlagenen Massnahmen minimalistisch und lückenhaft sind. Die vier Massnahmen, die Ende August von der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates (SGK-NR) diskutiert werden, sind deshalb als erster Schritt möglichst unverändert zu übernehmen. Für Travail.Suisse ist es allerdings von höchster Wichtigkeit, dass eine echte, kohärente und sektor-übergreifende Politik zugunsten der betreuenden Angehörigen verfolgt wird, die einen gezielten Aktionsplan und spezifische Massnahmen umfasst. Travail.Suisse ist sich bewusst, dass eine solche Politik ihren Preis hat, aber in Anbetracht des enormen Beitrags, der momentan von den betreuenden Angehörigen unentgeltlich geleistet wird2, dürfen die Behörden nicht einfach untätig zuschauen. Denn es ist keineswegs garantiert, dass dies künftig weiterhin so sein wird.

Von den betreuenden Angehörigen sind zwei Drittel berufstätig. Diese Gruppe gefährdet ihre Gesundheit und ihre finanzielle Zukunft. Es ist bekannt, dass rund 40% von ihnen psychische Probleme haben und dass eine von vier betroffenen Frauen angibt, dass ihr Engagement sich negativ auf ihre Karriere auswirkt. Ganz klar ist, dass bei einer Arbeitszeitverkürzung oder der Aufgabe der Berufstätigkeit, um die Eltern oder andere Familienmitglieder zu betreuen, die künftige Rente unter einer Verringerung oder einer Lücke der Sozialbeiträge leidet. Davon sind mehrheitlich Frauen betroffen.

Die Alterung der Bevölkerung lässt den Bedarf steigen

Gemäss der heutigen Bevölkerungsstruktur und der künftigen demografischen Entwicklung erreichen in den kommenden Jahren die geburtenstarken Jahrgänge (Babyboomer) das Rentenalter. Die Menschen werden immer älter, während die Geburtenrate stagniert und es auf der anderen Seite der Alterspyramide viel weniger Kinder und Jugendliche gibt. Als unmittelbare Folge dieser Alterung mit unterschiedlichen Ursachen haben Wirtschaft und Unternehmen Mühe, Fachkräfte zu finden: Hier zeigt sich der Fachkräftemangel, über die sich die Wirtschaft regelmässig beklagt. Die Gesellschaft muss weiterhin auf die Hilfe, die Unterstützung und die Betreuung zählen können, die im Familienkreis und darüber hinaus geleistet werden. Denn diese Arbeit kann unmöglich über kostenpflichtige Dienstleistungen abgedeckt werden. Bund und Kantone müssen zwingend die Tragweite der Herausforderung erfassen. Und dann muss die Politik bereit sein, sinnvoll in gute Massnahmen zu investieren, die den betreuenden Angehörigen langfristig helfen.

Langfristig braucht es weitere Massnahmen

Es wird noch weitere Massnahmen brauchen, um Berufstätigkeit und Care-Arbeit zu vereinbaren. Um die Gesundheit der stark engagierten betreuenden Angehörigen zu erhalten, muss eine bezahlte Auszeit geschaffen werden, wie dies die parlamentarische Initiative3 Meier-Schatz vorsieht, der vom Parlament Folge gegeben wurde: Betreuende Angehörige müssen mindestens einmal pro Jahr eine Auszeit erhalten. Aus finanzieller Sicht sind mehrere Möglichkeiten zu prüfen. Auch wenn sie nur symbolischen Charakter haben, müssen Entschädigungen für betreuende Angehörige landesweit eingeführt werden (nur wenige Gemeinden und Kantone wie Freiburg oder Basel-Stadt kennen solche Entschädigungen). Die Assistenzbeiträge der IV müssen anders als heute den Angehörigen gewährt werden können. Die Hilflosenentschädigungen der AHV müssen verdoppelt werden können, wenn Pflege und Betreuung zuhause erfolgen, wie dies die IV erlaubt. Arbeitslose, die Angehörige pflegen, sollten eine Verlängerung der AVIG-Rahmenfrist erhalten, gemäss dem Modell, das bei Aus- und Weiterbildungen angewandt wird. Schliesslich soll der Staat den fehlenden Arbeitgeberanteil übernehmen, wenn jemand für die Betreuung von Angehörigen die Arbeitszeit reduziert oder die Berufstätigkeit gar aufgibt.

In Abstimmung mit der neu gegründeten Interessengemeinschaft Angehörigenbetreuung (IGAB ) wird Travail.Suisse demnächst die Mitglieder der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates informieren.

1 Siehe die Stellungnahme von Travail.Suisse (nur auf Französisch)
2 Gemäss dem BFS werden 1,7 Milliarden Stunden «Sorge- und Pflegearbeit» bei Kindern und Erwachsenen geleistet, informelle Freiwilligenarbeit für Erwachsene und weitere Leistungen für Verwandte und Bekannte. Insgesamt schätzt man, dass 35 % der ständigen Wohnbevölkerung im Alter zwischen 15 und 64 Jahren in der Schweiz regelmässig Kinder oder Erwachsene betreuen. Dies entspricht 1,9 Millionen Menschen. Die grosse Mehrheit dieser Personen ist erwerbstätig.
3 https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20110412

Anhang Grösse

2019 06 25 Proches-aidants d.docx 26 KB

25. Juni 2019, Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik Drucker-icon

Die betreuenden Angehörigen haben jetzt eine Stimme

Heute wurde in Bern die IGAB (Interessengemeinschaft Angehörigenbetreuung) gegründet, der erste nationale Dachverband der betreuenden und pflegenden Angehörigen. Anlässlich der Gründungsversammlung haben die anwesenden 20 Organisationen und Gesundheitsligen die Mitglieder des Vorstandes und Nationalrat Adrian Wüthrich zum ersten Präsidenten gewählt. Die Mitglieder haben die im ersten Jahr zu bearbeitenden Themen der IGAB festgelegt. mehr

«Wir geben betreuenden und pflegenden Angehörigen in der Schweiz eine Stimme». Unter diesem Leitwort sind heute die Mitglieder des neuen Vereins IGAB zusammengekommen, um die Statuten zu verabschieden und Vorstand und Präsidium zu wählen. Nationalrat Adrian Wüthrich ist für das erste Jahr zum Präsidenten gewählt worden. Er ist seinerseits Präsident von Travail.Suisse, der unabhängigen Dachorganisation der Arbeitnehmenden.

Die aktuelle Botschaft des Bundesrats zuhanden des Parlaments in Bezug auf das Gesetzesprojekt zur Entlastung von erwerbstätigen betreuenden und pflegenden Angehörigen haben die Mitglieder des neuen Vereins IGAB zum Anlass genommen, die Themen und Aktivitäten für das erste Vereinsjahr festzulegen:
1. Gesetzesentwurf des Bundesrates zur Entlastung der pflegenden und betreuenden Angehörigen : Begleitung des parlamentarischen Prozesses ; auf bestehende Gesetzeslücken hinweisen
2. Kommunikationsstrategie und Sensibilisierungsarbeit
3. Austausch innerhalb des Netzwerkes : Tagungen, Weiterbildungen usw.

Für die IGAB stellen die vier vom Bundesrat vorgeschlagenen Massnahmen tatsächlich Verbesserungen dar, gehen indes zu wenig weit. Angesichts der enormen Herausforderungen, mit denen sich betreuende und pflegende Angehörige in der Schweiz konfrontiert sehen, reichen sie nicht aus.
Der Vorstand der IGAB setzt sich wie folgt zusammen (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Andreas Bircher, Leiter Entlastungsdienste im Departement Gesundheit und Integration, Schweiz. Rotes Kreuz;
  • Erika Gardi, Leiterin «Betreuung» im Bereich «Vorsorge, Betreuung & Nachsorge», Krebsliga Schweiz;
  • Benoît Rey, Leiter Department «Dienstleistungen Romandie und Tessin», Pro Infirmis Schweiz;
  • Alexander Widmer, Leiter « Public Affairs », Pro Senectute Schweiz;
  • Adrian Wüthrich, Nationalrat und Präsident von Travail.Suisse, Präsident der IGAB während des Gründungsjahrs.

Gemäss den heute verabschiedeten Statuten wird das Präsidium von den Mitgliedern des Vorstandes im Turnus wahrgenommen.

Die Führung der Geschäftsstelle der IGAB wurde an Travail.Suisse übertragen. Leiterin ist Valérie Borioli Sandoz, bei Travail.Suisse verantwortlich für die Gleichstellungspolitik.
Die IGAB ersetzt die im April 2017 unter dem Namen « Nationale Interessengemeinschaft für betreuende und pflegende Angehörige » gegründete einfache Gesellschaft.

Für mehr Informationen :
Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Geschäftsstelle IGAB, Tel. 079 598 06 37, sekretariat@igab-cipa.ch
Adrian Wüthrich, Nationalrat und Präsident IGAB, Tel. 079 287 04 93

Anhang Grösse

2019.05.29 Gruendung IGAB.docx 71 KB

29. Mai 2019, Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik Drucker-icon

Der Bundesrat anerkennt die Bedürfnisse der pflegenden Angehörigen

Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, begrüsst die vom Bundesrat vorgeschlagenen Massnahmen zur Verbesserung der Situation der pflegenden Angehörigen. Die Landesregierung ist sogar über ihren ursprünglichen Entwurf hinausgegangen, indem sie die Sistierung der Auszahlung einer Hilflosenentschädigung und eines Intensivpflegezuschlags der IV für Kinder aufhebt. Weitere ebenso wichtige Massnahmen bleiben zu treffen, aber ein erster sehr wichtiger Schritt ist heute getan worden. mehr

Der Bundesrat hat anerkannt, dass die pflegenden Angehörigen Unterstützung benötigen bei ihrer täglichen Arbeit. Er schlägt dem Parlament vor, die drei im Entwurf vorgeschlagenen Massnahmen zu verabschieden, nämlich die Lohnfortzahlung bei kurzen Abwesenheiten, die Schaffung eines bezahlten Betreuungsurlaubs von 14 Wochen für Eltern von schwer kranken oder verunfallten Kindern und die Ausweitung der Betreuungsgutschriften in der AHV auf Konkubinatspaare sowie bei leichter Hilflosigkeit.

Travail.Suisse gratuliert dem Bundesrat für seine Standhaftigkeit und begrüsst auch die vierte Massnahme, die nicht im Entwurf enthalten war und den Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung und einen Intensivpflegezuschlag der IV für Kinder betrifft. Positiv wertet Travail.Suisse ausserdem die vorgesehene Möglichkeit, dass Eltern von schwer kranken oder verunfallten Kindern den Betreuungsurlaub nicht am Stück beziehen müssen. Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik bei Travail.Suisse: "Das ist eine sehr gute Nachricht, denn damit kann der Urlaub an die echten Bedürfnisse der Eltern und auch der Unternehmen angepasst werden“.

Es ist nun am Parlament, diese vier neuen Massnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Care-Arbeit zu diskutieren. Travail.Suisse wird alles daran setzen, damit der Vorschlag von der gegenwärtigen Mehrheit im Parlament nicht zurückgestutzt oder zunichte gemacht wird, wie dies in der laufenden Legislatur bei anderen sozialpolitischen Vorlagen so oft der Fall war.

Es sind vielmehr zusätzliche Massnahmen nötig, wie zum Beispiel ein Langzeiturlaub für Personen, die erwachsene Angehörige betreuen, oder Lösungen im Bereich der beruflichen Vorsorge für jene Personen (meistens Frauen), die ihre Erwerbstätigkeit reduzieren oder ganz aufgeben, um Angehörige zu pflegen. Es bleibt viel zu tun und Travail.Suisse wird sich weiterhin für die Menschen einsetzen, die neben ihrer Erwerbstätigkeit Angehörige – ob Kinder oder Erwachsene – unterstützen und betreuen.

Für mehr Informationen:
Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik, Tel. 079 598 06 37 oder Tel. 031 370 21 1

Anhang Grösse

2019 05 22 BR Pflegende Angehoerige.docx 40 KB

22. Mai 2019, Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik Drucker-icon

Betreuende und pflegende Angehörige: Ja zum Gesetzesentwurf, aber es braucht weitere Massnahmen

Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, unterstützt die vom Bundesrat vorgeschlagenen Massnahmen zur Entlastung von erwerbstätigen Personen, die kranke Angehörige betreuen. Diese Massnahmen sind nötig und dringend. Der entsprechende Gesetzesentwurf weist allerdings Lücken auf und muss nun durch zusätzliche Massnahmen ergänzt werden. mehr

» zur Vernehmlassung

Aufgrund der Alterung der Bevölkerung und des Fachkräftemangels ist es nötig, dass der Bund Massnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Angehörigenpflege ergreift. „Heute haben die betroffenen Arbeitnehmenden grosse Schwierigkeiten, alle ihre Verpflichtungen unter einen Hut zu bringen. Sie gefährden damit ihre eigene Gesundheit und ihre Zukunft“, unterstreicht Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik bei Travail.Suisse.

Travail.Suisse unterstützt die Stellungnahme der Nationalen Interessengemeinschaft für betreuende und pflegende Angehörige zum Gesetzesentwurf. Die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden gehört neben dem Schweizerischen Roten Kreuz, der Krebsliga Schweiz, Pro Infirmis und Pro Senectute zu den Gründungsmitgliedern dieser Interessengemeinschaft. So beurteilt Travail.Suisse den Kurzzeiturlaub von drei Tagen für die Betreuung von Angehörigen in gewissen Fällen ebenfalls als zu kurz (das gilt zum Beispiel für alleinerziehende Familien oder bei der Unterstützung eines Angehörigen beim Eintritt in eine Einrichtung). Der Langzeiturlaub seinerseits sollte nicht nur Eltern von schwer kranken Kindern gewährt werden, sondern auch bei Betreuung anderer Angehöriger in einer schwierigen Situation gelten (bei schwerer Krankheit, am Ende ihres Lebens).

Travail.Suisse hat die eigene Stellungnahme mit zusätzlichen Punkten ergänzt, welche für die Arbeitnehmenden, die Angehörige betreuen, wichtig sind:

• Travail.Suisse erachtet die Dauer des vorgeschlagenen Langzeiturlaubs als zu kurz und fordert wie die Interessengemeinschaft für betreuende und pflegende Angehörige eine Verlängerung auf 24 Wochen. Die Dauer sollte allerdings dem Alter der Kinder angepasst werden. Die maximale Dauer wäre dabei der Betreuung von Kindern bis zu 6 Jahren vorbehalten.
• Die Betreuungs- und Erziehungsgutschriften in der AHV müssen kumuliert werden können. Tatsächlich betrifft die Doppelbelastung vor allem die „Sandwich“-Generation der erwerbstätigen Frauen zwischen 40 und 60 Jahren, die noch ihre Kinder betreuen und sich bereits um ihre Eltern oder Schwiegereltern kümmern. Das fiktive Einkommen auf ihrem AHV-Konto wird sie nicht reich machen, aber Vorsorgelücken in der 1. Säule verhindern.
• Es braucht eine Lösung für die Frage der Lücken in der beruflichen Vorsorge jener Personen, die für die Angehörigenbetreuung oder –pflege ihr Arbeitspensum reduzieren oder die Erwerbsarbeit ganz aufgeben. Der Bund sollte mindestens den Arbeitgeberbeitrag übernehmen für die Zeit, in der die Erwerbsarbeit zugunsten der Angehörigenbetreuung oder –pflege reduziert oder eingestellt wird
• Wer auf Arbeitssuche und beim RAV registriert ist und gleichzeitig Angehörige betreut oder pflegt, sollte Anspruch auf eine Verlängerung seiner Rahmenfrist haben, so wie dies bei einer Ausbildung der Fall ist.

Travail.Suisse wird sich auch in Zukunft für die erwerbstätigen Personen einsetzen, die in die Unterstützung und Begleitung von nahestehenden Personen, seien dies ihre Kinder oder Angehörige, eingebunden sind.

Anhang Grösse

2018 11 16 Medienmitteilung Vernehmlassung Pflegende-Angehoerige d.docx 43 KB

16. November 2018, Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik Drucker-icon

Travail.Suisse: Vernehmlassung zum Bundesgesetz über die Verbesserung der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Angehörigenbetreuung

(Vernehmlassungsantwort nur auf Französisch)

Anhang Grösse

Position TS Conges proches aidants DEF.pdf 161 KB

04 180627 questionnaire AP prise en charche de proches FR-1 TRAVAIL.SUISSE.pdf 109 KB

15. November 2018, Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik Drucker-icon